Herzlich Willkommen beim Nordrhein-Westfälischen Taekwon-Do Verband e.V.

Der NWTV e.V. besteht seit 1978, ist seit 1991 über den Dachverband für Budotechniken NRW dem LSB NRW angeschlossen und betreut neben Taekwon-Do auch das Kick-Boxen. Der NWTV e. V. möchte allen Taekwon-Do betreibenden Vereinen in NRW, egal welcher Stilart (Hyong/Tul – Semi-/Leichtkontakt), die Möglichkeit bieten, Mitglied zu werden. Die Vereine sollen somit Zugang zu allen Privilegien und Zuwendungen erhalten, die eine Mitgliedschaft in einem Verband im LSB NRW mit sich bringen. Der NWTV e. V. veranstaltet Kup- und Danprüfungen, Meisterschaften, Lehrgänge, bildet ÜL aus, richtet Lehrgänge für einzelne Vereine mit hohen Danträgern aus, organisiert Jugendcamps, betreut, berät und unterstützt die Vereine bei organisatorischen Fragen, -stellt Material und Personal bei Projekten u.v.m.
Seit Ende 2007 betreut der NWTV nun auch die Vereine, die das Kick-Boxen sowohl im Leicht-, als auch im Vollkontakt betreiben.
Lernen Sie den NWTV e. V. und seine Möglichkeiten kennen und werden Sie mit Ihrem Verein Mitglied.

Taekwon-Do hat seine Ursprünge im ersten Jahrhundert vor Christus. Während der drei Königreiche Silla, Koguryo und Baek Je erfreuten sich verschiedene Arten des Faustkampfes (Soo Bak Gi) und Fußkampfes (Taek Kyon) großer Beliebtheit. Durch die militärische Elitetruppe (Hwarang Do) wurden diese kriegerischen Künste zu neuer Blüte geführt und schließlich zur nationalen Kriegskunst erklärt. Später gerieten sie wieder in Vergessenheit und während der japanischen Besetzung Koreas (1909 – 1945) wurde deren Ausübung sogar verboten.
Kickboxen ist eine moderne westliche Variante der asiatischen Budokünste. Hier werden die Fußtechniken der fernöstlichen Kampfsportarten (Taekwon-Do, Karate, Kung Fu, Tangsodo) mit den Boxtechniken verbunden. Ursprünglich war es ein reiner Wettkampfsport mit dem Ziel, die zergliederten Kampfsportarten stilübergreifend nach einheitlichen Regeln untereinander kämpfen zu lassen. Daher wurde Kickboxen anfangs auch als „All-Style-Karate“ bezeichnet und erst später in Kickboxen umbenannt.

Der NWTV plant eine verstärkte Präsenz des NWTV über eine Wettkampfgruppe auf TKD und KB Turnieren. Hierzu sind Turnierteilnahmen bei verschiedenen Veranstaltern geplant, um den NWTV dort bekannt zu machen und Kickboxklubs für den NWTV zu gewinnen (ebenso gilt dies für TKD Turniere und Organisationen). Die Vereine des NWTV können dafür Kämpfer ab 10 Jahre benennen, die in ihren jeweiligen Alters- und Gurtklassen geeignet sind, dieses Ziel mit zu tragen. Das müssen keine absoluten Cracks sein; es reicht wenn diejenigen die TKD Tugenden verinnerlicht haben, also nicht unangenehm auffallen und sich sportlich ordentlich präsentieren können. Der NWTV trägt für diese Sportler dann die Kosten für Startgebühren und zumindest einen Teil der Fahrtkosten bzw. organisiert die Fahrt.

Die regelmäßige Teilnahme am Kadertraining ist ein Angebot aber nicht zwingend erforderlich. Lediglich kurz vor den betreffenden Turnieren gibt es in der Regel ein gemeinsames Treffen/Training. Innerhalb des NWTV treten diese Sportler selbstverständlich weiterhin für ihren Verein an. Auch in der laufenden Saison bietet der NWTV wieder Kadertrainings für alle interessierten Vereinsmitglieder im NWTV an (Gäste sind nach vorheriger Anfrage auch willkommen). Die Organisation der Kader wird von Wilfried Peters unterstützt; die Trainings selbst werden von Ahmet Sengezer und Tobias Borgmeier geleitet. Er hat auch ein persönliches Konzept entwickelt. Die Kadertrainings werden weiterhin in der Regel samstags abgehalten in der Zeit von 10.00/11.00 Uhr bis ca. 14.00/15.00 Uhr mit 2 Stunden Tul und 2 Stunden Kampf für SportlerInnen ab 10 Jahre. Eine Besonderheit ist, daß die Trainings nach Absprache an wechselnden Orten in den einzelnen interessierten Vereinen stattfinden. Das Training ist kostenlos (Interessenten bei A. Sengezer melden).

Nach den überwiegend guten Erfahrungen wird der NWTV weiterhin seine Sportler auf Turniere schicken und die Startgebühren sowie Fahrtkosten übernehmen. Fernziel ist eine Mannschaft, die den NWTV nach außen repräsentiert.

Der Nordrhein-Westfälische Taekwon-Do Verband e.V. (NWTV) wurde am 18.06.1978 gegründet und am 05.09.1978 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Dortmund eingetragen. Die Initiative hierzu ging von Max Geburt aus mit dem Ziel, den bis dahin noch nicht anerkannt organisierten TaekwonDo Sportlern eine von den Koreanern unabhängige Heimat zu geben. Auf sportlicher Ebene arbeitete man weiter mit den Koreanern (z.B.Kim Woo Kang) und insbesondere eng mit dem Vater des Taekwon-Do (TKD) Choi Hong Hi zusammen.

Der Verband erlebte viele Höhen und Tiefen, deren Ursachen immer auch in Verbindung zur allgemeinen TKD-Verbandsentwicklung und im Leichtkontakt/Semikontakt-Wettkampf zu sehen sind. Dazu gehörte auch die ITF-Germany (heute ITF-Deutschland), die zu der Zeit unter dem starken Einfluß des koreanischen Verbandes stand und die Gründung der Deutschen Taekwon-Do Union (DTU) mit dem Landesverband Nordrhein-Westfälische Taekwon-Do Union (NWTU) Anfang der 80er Jahre. Bereits in den Jahren von 1983 – 1987 versuchte Wilfried Peters als Vorsitzender des bis dahin unbekannten Verbandes NWTV die Anerkennung durch den LSB in irgendeiner Form zu erreichen. Leider gab es zu viele Splitterverbände (IBF, DTB, DTA…), denen von den etablierten Organisationen zu viele Vorbehalte gegenüberstanden, vor allem gegen deren Führer (die ihre Verbände zu sehr auf sich selbst bezogen geführt haben).

So scheiterte ein bereits vollzogener Zusammenschluss der drei größten Kleinverbände in Nordrhein-Westfalen, der zum Anschluss an den LSB genügend Mitglieder gehabt hatte, an persönlichen Vorbehalten. Danach fiel der NWTV zurück in die Versenkung und arbeitete im Stillen klein weiter. Es dauerte bis Anfang der 90er Jahre, ehe die Zeit reif war und sich die offiziellen Verbände öffneten. Parallel dazu vollzog sich die Konsolidierung der ITF-D unter Leitung von Paul Weiler, der durch Konfrontation, wo es nötig war, und Integration, wo es möglich war, den Verband von ca. 150 auf ca. 3.500 Mitglieder wachsen ließ.
Durch die Angliederung des NWTV als Landesverband an die ITF-D wurde der NWTV so gestärkt, daß er genügend Mitglieder und Vereine für die Aufnahme in den Dachverband für Budotechniken (Unterorganisation des LSB) hatte. Durch glückliche Umstände und schnelles Reagieren erreichte Wilfried Peters mit der Aufnahme des NWTV in den Dachverband für Budotechniken NW am 09.09.1991 das vom NWTV seit den 80er Jahren verfolgte Ziel. Inzwischen beteiligt sich der NWTV mit Referenten und Teilnehmern an der neuen Übungsleiterausbildung des Dachverbandes für Budotechniken und verschafft den Sportlern die Möglichkeit, eine Trainerlizenz zu erwerben.
Nach einer kleinen Jubiläumsfeier im Jahre 1998 hatte der NWTV eine größere Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des Verbandes am 21.06.2003 auf der Wewelsburg bei Paderborn. Das 30-jährige Jubiläum im Jahre 2008 wurde in Fürstenberg gefeiert.
Seit einigen Jahren hat der NWTV auch wieder seine alten Traditionen aufgegriffen und bietet Jugend-Westfalenmeisterschaften, Lehrgänge und Jugend-Breitensport-Veranstaltungen (z.B. Jugend-Trainingscamp) an. Die Zusammenarbeit mit dem LandesSportBund NRW und anderen öffentlichen Organisationen läuft auf den unterschiedlichsten Ebenen wie z.B. gemeinsame Präsenz auf der Jugendmesse You in Essen, Teilnahme an Tagungen und Kongressen sowie Arbreitskreise zur Sportpolitik.

Seit dem ist die Mitgliederzahl des NWTV kontinuierlich gestiegen.Zwischenzeitlich hatte der Verband ca. 45 Mitgliedsvereine mit insgesamt etwa 2500 Sportlern und kam zeitweise auf 55 Vereine. In diesen Jahren hat der NWTV verstärkt ein eigenes Profil entwickelt und betätigte sich vor allem im Breitensport sowie durch gezielte Unterstützung seiner Vereine bei Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und in organisatorischen Fragen. Aus bis heute nicht geklärten Gründen kam es auf diesem Höhepunkt des NWTV im Jahre 2004 zu ersten Irritationen durch den Versuch, den NWTV anders auszurichten bzw. Personen aus dem Vorstand des NWTV zu diskreditieren. Zunächst waren es Vorboten der ITF-D, die erfolglos den NWTV übernehmen wollten und später einen Konkurrenzverband auf einer ITF-D Versammlung ins Spiel brachten. Schließlich kam es 2006 zu einem „Showdown“, bei dem der NWTV sich in seiner bisherigen Ausrichtung behaupten konnte und die von Funktionären der ITF-D offen angestrebten Übernahmen von NWTV Vorstandspositionen nicht die ausreichenden Mehrheiten fanden.

Nach einer Übergangsphase, in der zwischen NWTV und ITF-D eine Kooperationsvereinbarung bestand, wurde dies schließlich durch die ITF-D gekündigt. In der Folge kam es zur Schwächung des NWTV, aus dem sich ca. 25 Vereine abmeldeten, während einige Vereine weiter zweigleisig arbeiteten, also parallel in der ITF-D und im NWTV Mitglied waren. Diese Krise begriff man im NWTV gleichzeitig als Chance und befreite sich völlig von den bisherigen Vorgaben im organisatorischen und sportlichen Bereich. Der NWTV kehrte zu seinen Gründungswurzeln zurück, nämlich eine bodenständige, unabhängige Organisation von Sportlern für Sportler zu haben, in der jeder seinen Platz finden und auf seinem individuellen Niveau Sport treiben kann bei voller Unterstützung und Anerkennung. Der NWTV bekam im Dachverband für Budotechniken 2010 die Zustimmung zur Betreuung der Sportart Kick-Boxen und ist so in NRW der Ansprechpartner des LSB NRW für diesen Wettkampfsport.Aufgrund der Ähnlichkeit der Wettkampfregeln und der Tatsache, daß die überwiegende Zahl der NWTV Vereine auch Kick-Boxen anbieten, entschloss man sich zu dieser Erweiterung.
In der Folgezeit entwickelte der NWTV ein reges Eigenleben und arbeitete mit allen Organisationen und Verbänden zusammen, die im Taekwon-Do und Kickboxen aktiv sind. Ein weiterer Versuch, die Anbindung an einen Bundesverband des Taekwon-Do zu haben, führte sogar zur Gründung einer entsprechenden Organisation mit 10 NWTV Vereinen. Leider entwickelte sich auch diese Zusammenarbeit anders als erhofft, so daß der NWTV selbst und die Mehrzahl seiner Vereine sich dort nach 2011 wieder abmeldeten. Ein weiterer Einschnitt war die endgültige Aufnahme der ITF-NRW in den Dachverband für Budotechniken, der einen Konkurrenzverband zulies. Ein Kuriosum dabei: man „bescheinigte“ der ITF-NRW bzw. dem NWTV, daß es sich bei dem jeweils praktiziertem Taekwon-Do um zwei ganz unterschiedliche Arten bzw. Stile handelt. Inzwischen, 2013, hat sich der NWTV wieder von all den Rückschlägen erholt und sucht erneut die Kooperation mit einem Bundesverband, der ITF-Germany, um den Anschluss zu einem anerkannten Weltverband zu bekommen. Die ITFGermany ist durch den Anschluss an die ITF-World von Chang Ung  der legitimierte Nachfolgeverband nach dem Tod des Begründers  Choi Hong Hi.
Unabhängig davon bleibt der NWTV bei seinen Wurzeln bzw. seiner Gründungsidee der Eigenständigkeit und arbeitet offen mit allen Organisationen zusammen, die dazu bereit sind. Im NWTV ist man weiter bemüht, den Verband ständig weiter zu entwickeln und blickt hoffungsvoll in seine weitere Zukunft.